Häufige Fragen zum Klavier

FAQ Klavier

Themen

Aufbau des Klaviers

Ein Klavier hat 88 Tasten: 52 weiße und 36 schwarze.

Ein Klavier mit 88 Tasten verfügt über 36 schwarze Tasten.

Ein Klavier mit 88 Tasten verfügt über 52 weiße Tasten.

Eine volle Klaviatur mit 88 Tasten verfügt über knapp 7 ½ Oktaven.

Die schwarzen Tasten erhalten unterschiedliche Namen, je nachdem von welcher weißen Taste aus sie ‚abgeleitet werden‘ (hier geht es um Vorzeichen).

Die fünf schwarzen Tasten jeder Oktave können folgendermaßen heißen:

                Cis / Des               Dis / Es                                 Fis / Ges               Gis / As                Ais / B

Ein modernes Klavier hat in der Regel 2-3 Pedale: Neben dem rechten Fortepedal (auch Dämpferpedal oder Haltepedal) und dem linken Pianopedal (auch Leise-Pedal, Una-Corda-Pedal oder Verschiebung) gibt es auch ein mittleres Pedal, das sich in der Funktionsweise bei Flügeln und Klavieren unterscheidet.

Ein Klavier hat mehr Saiten als Töne, da die meisten Töne auf dem Klavier aus 2 oder 3 jeweils gleichgestimmten Saiten bestehen, die gleichzeitig angeschlagen werden.

Während die tiefsten Basstöne nur aus jeweils einer Saite bestehen, erklingen in den mittleren Tiefen 2 Saiten pro Ton. Ab der Mittellage bis hin zu den höchsten Tönen betätigt jede Taste drei gleichgestimmte Saiten.

Geschichte des Klaviers

Das Klavier in seiner heutigen Form wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch eine Reihe von Erfindungen entwickelt.

Hierzu gehört das Verwenden von Filzbelägen für die Hämmer (1826) oder die moderne Tastenmechanik (1821).

Zu den ältesten Klaviermarken gehören unter anderem: Bösendorfer (1821), Blüthner (1853)Steinway & Sons (1853), Bechstein (1853) und Schimmel (1885).

Das moderne Klavier wurde durch eine Reihe von Innovationen zu Beginn des 19. Jahrhunderts ermöglicht. Zu den wichtigsten Entwicklern des Klavierbaus in dieser Zeit gehören Johann Heinrich Pape, Sébastien Érard und Henri Herz.

Nach seinen Vorgängern aus der Zeit der Renaissance (Spinett, Virginal, Cembalo u.v.m.) wurde die Klaviertechnik im frühen 18. Jahrhundert erfunden und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur heutigen Form weiterentwickelt.

Klavier lernen

Der klassische Weg, Klavier spielen zu lernen, ist der Klavierunterricht bei einer professionellen Lehrkraft. Mit ihr werden meist wöchentlich Unterrichtsstunden abgehalten.

In den letzten Jahren erfreuen sich Klavierlernapps einer immer größer werdenden Beliebtheit. Diese sind deutlich kostengünstiger als Klavierunterricht und kann durch vielfältige Stückdatenbanken und unmittelbares Feedback punkten.

Die kostengünstigste Option ist das Selbststudium mithilfe von Lehrwerken.

Wie lange es dauert, Klavier zu lernen, hängt davon ab, wie man ‚Klavier spielen können‘ definiert. Die Tonerzeugung des Klaviers ist durch die ausgeklügelte Mechanik zum Glück sehr einfach. Während man auf anderen Instrumenten (z.B. Geige, Trompete oder viele andere) sein Leben lang daran arbeitet, die Tonqualität zu verbessern, erklingt beim Tastendruck auf einem Klavier immer schon ein Ton, welcher der Klangqualität des Instruments entspricht.

In den ersten Wochen lernt man in der Regel die technischen Grundlagen, wie eine korrekte Sitz- und Handhaltung.

Im Laufe der ersten beiden Jahre lernt man neben den ersten Stücken meist auch musiktheoretische Konzepte kennen und erlernt das Spiel von Tonleitern und Akkorden.

Für viele der berühmtesten Klavierstücke braucht man in der Regel einige Jahre, um sie so zu spielen, wie man sie aus Aufnahmen kennt.

Klavier zu lernen, ist verhältnismäßig einfach. Zwar erfordert die Vielstimmigkeit auf dem Klavier eine besondere Form der Koordination, allerdings ist die Tonerzeugung auf dem Klavier recht leicht. Zudem ist die Tonerzeugung unabhängig von der Lage immer gleichleicht.

Dies unterscheidet das Klavier von vielen anderen Instrumenten. Auf Blechblasinstrumenten rücken die Obertöne nach oben hin immer dichter zusammen, die Lippenspannung muss sich drastisch erhöhen. Auf Streichinstrumenten rücken die Töne ebenfalls immer dichter zusammen, sodass die Intonation insbesondere in der Höhe große Schwierigkeiten bereitet. Auf einem Klavier sind die Tonhöhen durch die Stimmung fixiert. Alle Tasten sind gleichbreit und somit identisch in ihrer Schwierigkeit.

Für das Klavier gibt es keine sinnvolle Altersgrenze. Im Kindesalter sollte vor allem das intrinsische Interesse am Instrument ausschlaggebend sein.

Auch mit zunehmendem Alter ist das Erlernen des Klavierspiels uneingeschränkt sinnvoll. Auch im Erwachsenenalter kann man schnelle und große Fortschritte auf dem Klavier erzielen – erforderlich ist hier vor allem eine strukturierte Überoutine und Konstanz.

Stimmen & Transport

Ein Klavier sollte bei aktivem Gebrauch 1-2 pro Jahr professionell gestimmt werden.

Das Stimmen eines Klaviers ist eine sehr komplexe Tätigkeit, für die professionelle Klavierstimmer engagiert werden sollten. Für das Stimmen braucht man spezielles Werkzeug, u.a. den sogenannten Stimmhammer (oder Stimmschlüssel).

Die Stimmung eines Klaviers kostet gewöhnlich zwischen 80 und 150 Euro, bei günstigeren Angeboten sollte man vorsichtig sein, da diese qualitativ minderwertig sein können oder das Instrument sogar gefährden können.

Das Stimmen eines Klaviers ist eine sehr komplexe Tätigkeit, für die professionelle Klavierstimmer engagiert werden sollten. Für das Stimmen braucht man u.a. ein spezielles Werkzeug, den sogenannten Stimmhammer (oder Stimmschlüssel).

Ein Klavier sollte in den meisten Fällen von einem spezialisierten Transportunternehmen befördert werden, da hier ein sachgemäßer und sicherer Transport gewährleistet werden kann.

Möchte man das Klavier selbstständig transportieren, werden Tragegurte, ein Rollwagen und evtl. eine Rampe oder andere Utensilien benötigt. Ebenso wichtig für einen sicheren Transport sind 4 Träger*innen.

Sonstiges

Ein Klavier kostet in der Regel zwischen 3000 und 20.000 Euro, die günstigsten Modelle können unter 2000 Euro liegen, während Klaviere auch mehr als 20.000 Euro kosten können. 

Klaviere können je nach Bauweise zwischen 180 und 300 Kilogramm wiegen.

Henning Wölk

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